Kruse von Nationalmannschaft suspendiert

Max Kruse ist ein etwas anderer Profi. Anders als viele Vorzeigefußballer hält er sich nicht aus den Schlagzeilen. Er ist leidenschaftlicher Pokerspieler und gewann bereits größere fünfstellige Summen bei Turnieren. Privat fährt er einen tarnfarbenen Sportwagen. Der exzentrische Lebensstil des 28-Jährigen Kruse war bereits lange Zeit bekannt. Im Sommer verpflichtete der VFL Wolfsburg dennoch Kruse für eine Ablösesumme von zwölf Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach. Der Angreifer sollte das Sturmzentrum der Niedersachsen verstärken. Dem wurde der Linksfuß mit wettbewerbsübergreifend neun Treffer und elf Vorlagen weitestgehend gerecht.

Doch nun kritisierte Klaus Allofs den ehemaligen Spieler von St. Pauli heftig. Dabei gab er zu verstehen, dass der Verein keine weiteren Eskapaden tolerieren würde. Nach und nach gelangte daraufhin an die Öffentlichkeit, dass der Nationalspieler rund 75.000 Euro in einem Taxi vergessen und einer Reporterin auf seiner Geburtstagsfeier ein Handy entrissen und Fotos von sich selbst gelöscht haben soll. Darüber hinaus wurde bekannt, dass ein zwei Jahre altes Nacktvideo des Stürmers im Umlauf sein soll.

All dies hatte jedoch nicht nur vereinsintern Konsequenzen. Auch bei Joachim Löw riss der Geduldsfaden, der Kruse bereits angezählt hatte. Der Trainer strich den Spieler aus dem Kader für die beiden Testspiele gegen England und Italien. Ob es sich bei der Maßnahme nur um einen Denkzettel handelt oder seine Teilnahme an der Europameisterschaft in Frankreich tatsächlich gefährdet ist, ist jedoch noch ungewiss. Jedenfalls verspielte der 28-Jährige die Gelegenheit, sich im Rahmen der Tests in den Fokus des Trainerteams zu rücken. Stattdessen nutzte sein Konkurrent um den Platz im Sturm Mario Gomez die Gelegenheit und traf sogar.

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