Kroos ganz groß in Polen und der Ukraine

Toni Kroos ist eines der vielen Nesthäckchen in der deutschen Elf – doch wird der gebürtige Greifswalder auch von seiner Jugend nicht vor der Verantwortung geschützt. Im kommenden Sommer trägt er daher neben dem neuen EM-Trikot auch einen Großteil der deutschen Hoffnungen. Dabei gibt es kaum Befürchtungen, dass Kroos seine Unerfahrenheit zum Verhängnis werden könnte, schließlich ging es bei dem Spielmacher immer etwas schneller als bei seinen Altersgenossen. Nachdem er als 16-jähriger von den Bayern an die Isar gelockt worden war, konnte bereits zwölf Monate später sein erster Profi-Einsatz vermeldet werden: Für einige Zeit war Kross damit der jüngste Spieler aller Zeiten, der für den deutschen Rekordmeister ein Pflichtspiel bestritten hat.

Auch wenn ihn die Lehrjahre vorüber nach Leverkusen zogen, wollten die Bayern seine spielerischen Fähigkeiten bald nicht mehr missen. So war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Jogi Löw sein Interesse bekundete – mit 20 debütierte er gemeinsam mit Thomas Müller gegen Südafrika. Selbst wenn er es bis zur folgenden WM nicht mehr in die Startelf schaffte, hat Toni Kroos schon reichlich Turnierluft schnuppern können. Seit 2005 durchlief er die Jugendmannschaften des DFB – und war zwei Jahre später bei der U-17-WM in Südkorea als bester Spieler des Turniers entscheidend am erfolgreichen Abschneiden der Deutschen beteiligt.

Nun soll es nicht als schlechtes Omen gelten, dass sich Kroos in Asien mit einem dritten Platz zufrieden gab, schließlich hat dieses Turnier seinen Titelhunger erst so richtig geweckt. Gemeinsam mit den anderen jungen Wilden des deutschen Teams sehnt der Bayer Triumphe herbei – und wird sich daher auch bei der anstehenden Europameisterschaft ganz in den Dienst der Mannschaft stellen.

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